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 SENECT Steuerungstechnik in der Fischzucht

In der professionellen Fischzucht ist der Einsatz von Technik unverzichtbar geworden. So sind beispielsweise in der Forellenzucht die Belüftung oder bei höheren Besatzdichten auch die Zufuhr von reinem Sauerstoff Stand der Technik. Auch die automatisierte Fütterung ist weit verbreitet und sorgt für eine Arbeitszeitersparnis und zu einer besseren Futterverwertung.

Bei weiterer Intensivierung wird das Wasser teilweise oder vollständig im Kreislauf geführt. Hierfür ist die Entfernung von Partikeln – meist über Trommel(sieb)filter – der erste Schritt. Die nächste Stufe stellt der Ammonium-Abbau in sogenannten Biofiltern dar, bei der Ammonium als schädliches Ausscheidungsprodukt in verhältnismäßig ungiftiges Nitrat in zwei Stufen umwandelt. Zur Reduzierung des Keimdrucks werden zudem noch UVC Lampen eingesetzt oder es wird das Kreislaufwasser im Bypass mit Ozon behandelt.

Die meisten dieser Wasseraufbereitungsprozesse oder Automatisierungsschritte müssen, um effektiv und zuverlässig zu funktionieren gesteuert werden. Hierbei kommt die Technik von SENECT zum Einsatz. Ein paar Beispiele verdeutlichen dies:

Beispiel: Sauerstoff-Regelung

Wird reiner Sauerstoff in Becken eingetragen, beispielsweise über Riesel-Belüfter oder Keramik-Ausströmer, so ist es notwendig, den Sauerstoff zu dosieren um eine Unter-, aber auch Übersättigung zu vermeiden. Ursächlich hierfür ist, dass der Sauerstoff-Bedarf im Tagesverlauf stark schwankt und somit unterschiedliche Mengen zugegeben werden müssen, um eine für die Fische optimale Konzentration zu erreichen.

Die SENECT Steuerungen messen mit dem wartungsarmen O2S Sauerstoffsensor den Sauerstoffgehalt und geben nur so viel Sauerstoff zu, wie nötig ist, um auf die gewünschte Konzentration z.B. 100% zu kommen. Die Zugabe erfolgt beispielsweise über Sauerstoff-Magnetventile oder es kann auch ein 230 V Sauerstoff-Konzentrator geschaltet werden.

Beispiel: Ansteuerung von Futterautomaten

Die meisten Futterautomaten können direkt über elektrische Signale, z.B. über 24 V Gleichspannung oder 230 V Wechselspannung angeschlossen werden. Liegt die Spannung an, füttert der Automat. Da nur zu bestimmten Zeiten für eine kurze Dauer gefüttert werden soll, benötigt man eine zeitliche Steuerung der Spannung. Um die optimale Menge zu füttern, sollte die Futtermenge pro Tag mit den Fischen mitwachsen (tägliche Steigerungsrate) und es sollte je nach Temperatur unterschiedlich viel gefüttert werden (wie dies in den Datenblättern der Futterhersteller beschrieben ist). Sinnvoll ist auch, bei zu geringen Sauerstoffwerten die Fütterung auszusetzen oder, was noch besser ist, den Sauerstoffgehalt auch vor einer Fütterung kurzzeitig zu erhöhen, um den erhöhten Sauerstoffverbrauch durch die Verdauung auszugleichen, um nie in kritische Bereiche zu kommen.

Die SENECT Steuerungen erlauben die Ansteuerung von Futterautomaten zeitgesteuert entweder über die Eingabe von Intervallen (z.B. stündlich zwischen 7 und 19 Uhr für je 20 s) oder über festgelegte Zeiten (z.B. um 7, 12, 15 und 18 Uhr für jeweils 25 s). Zusatzfunktionen wie die tägliche Steigerungsrate, die Temperatur-abhängige Futtermengen-Korrektur, das Aussetzen einer Fütterung bei zu geringen Sauerstoffkonzentrationen und die Kalibrierung (z.B. zur Angabe der täglichen Futtermenge in Gramm) machen die Futterautomatenansteuerung zu einem extrem mächtigen Werkzeug, um die Futtermenge optimal zu steuern.

Beispiel: Steuerung von Trommelfiltern

Die erste Stufe zu einem teilzirkulierenden System ist die Entfernung von partikulären Schwebstoffen durch einen Trommelfilter. Diese Filter erledigen ihre Aufgabe vollautomatisch. Doch um das Filtergewebe auch nur dann zu reinigen, wenn es nötig ist und somit unnötigen Verschleiß, Energie- und Wasserverbrauch zu vermeiden, muss der Trommelfilter gesteuert werden.

Die großen SENECT Steuerungen (AQUACULTURE|CONTROL, FILTER|CONTROL) können Trommelfilter intelligent ansteuern. Über Wasserstandmessungen mit der Pegelsonde PS wird die Reinigung nur ausgelöst, wenn das Filtergewebe verschmutzt ist. Viele nützliche kleine Zusatzfunktionen wie Sanftanlauf, Intensivreinigung, Eco-Mode oder die Not-Abschaltung sorgen für einen sehr zuverlässigen Betrieb von Trommelfiltern bei gleichzeitiger Minderung des Verschleißes und weniger manuellen Wartungsarbeiten.

Ein weiterer Vorteil: Die SENECT AQUACULTURE|CONTROL kann neben der Trommelfilter-Ansteuerung auch noch weitere Aufgaben übernehmen, z.B. die Sauerstoff-Regelung, pH-Wert Messung oder Futterautomatenansteuerung. All dies ist mit nur einer Steuerung möglich!

Fischzuchtanlagen seind meist „gewachsene“ Systems, bei denen bereits viele Komponenten vorhanden sind. Dies ist für die SENECT Steuerungen kein Problem, da die meisten externen Geräte weiter genutzt werden können und somit eine Modernisierung auch ohne vollständigen Austausch aller Komponenten möglich ist.

Durch die modulare Bauweise können auch nur einzelne Teile „neu“ gesteuert werden und das System nach und nach erweitert werden. SENECT hat hier für jede Aufgabe die passende Steuerung parat. Die konsequente Verwendung von Steckverbindern ermöglicht den Anschluss auch ohne Elektriker. Dies schafft eine hohe Flexibilität und spart zudem noch Kosten!

Alle SENECT Steuerungen sind WLAN-fähig und können in ein normales Haus-WLAN-Netzwerk eingebunden werden. Damit können Sie jederzeit vom Ihrem Smartphone oder vom PC aus alle Messwerte direkt einsehen, sich Grafiken über den Verlauf anzeigen lassen oder Einstellungen vornehmen – auch von unterwegs aus! Zudem können Alarmmeldungen direkt auf dem Handy Sie rechtzeitig informieren, bevor kritische Werte erreicht werden.